Landesmeisterschaften Junioren Baden-Württemberg 2011

(Fabian Krause) Am 1.8 ging die Reise zur Landesmeisterschaften Junioren Baden-Württemberg in Grabenstetten los. Nachdem wir im Regen in Grabenstetten angekommen waren, folgten einige Tage an denen nicht geflogen werden konnte und wir uns notgedrungen dem abendlichen Programm etwas genauer widmen konnten. Auch an den ersten Trainingstagen ließ das Wetter leider zu wünschen übrig; somit genoss ich mit der LS4 einige schöne Hangflugstunden an der Teck und einen kleinen Streckenflug am letzten Trainingstag

Nun ging endlich der Wettbewerb los. Kurz vor dem Eröffnungsbriefing trudelten die letzten Teilnehmer ein. Vor dem ersten Wertungstag kristallisierte sich heraus, dass ich in einem dreier Team bestehend aus „G1“ Max Mensing, „AN“ Simon Schmidt-Meinzer und ich antreten werde. Leider ließ das Wetter an den ersten drei angesetzten Wertungstagen keine Flüge zu. Am vierten Tag war es endlich soweit, nachdem wir an den ersten Tagen ausgiebige Auf- und Abbauübungen hinter uns hatten, ließen sie uns endlich auch in die Luft. Für die Clubklasse wurde eine Racingaufgabe über 176km ausgeschrieben; nicht groß aber immerhin etwas. An disesm Tag entschlossen wir uns für einen sehr späten Abflug, was sich später als goldrichtig herausstellte. Nach den ersten zwei Schenkeln hatten wir den Pulk mit einem über 80er Schnitt überholt und ich konnte den Tag mit Platz 5 abschließen. Nun hatte ich zwei Tage Zeit diesen ersten kleinen Erfolg zu feiern.

An Tag 7 sollte es den ersten 1000 Punkte Tag geben. Es waren 276km Racing ausgeschrieben und ich konnte mich bis vor die letzte Wende leicht von meinen Teamkollegen und dem Pulk absetzen. Anschließend fand ich mich kurz vor der letzten Wende in 200m GND wieder und brauchte knapp 45 min um wieder Anschluss zu finden an diesem Tag reichte es nur für tagesplatz 18. Aufgrund des anfänglichen Erfolges war die Enttäuschung nun groß. Es folgte ein weiterer Wertungstag den ich mit Platz 4 abschließen konnte. Das anfängliche Ziel den Wettbewerb in der oberen Hälfte des Teilnehmerfeldes zu beenden war längst verworfen. Die Qualifikation musste her.

Tag 9 wurde mal wieder neutralisiert. Am letzten Tag wurden 204km Racing ausgeschrieben. Das Wetter war sehr schwierig und die Punkteabstände der plätze 9-1 waren sehr gering. Nun hieß es rumkommen. Es war von Anfang an sehr schwierig und viele Flugzeuge lagen schon kurz  nach der ersten Wende draußen. Für mich lief es bis zur letzten Wende ganz gut. Wir konnten im Team bleiben und glitten nun von der letzten Wende Richtung Heimat in ein großes, blaues Loch. 20km vor dem 10km Punkt waren wir noch ca. 250m über Grund meine Teampartner entschlossen sich an die Albkante zu fliegen. Ich jedoch blieb auf der Alb. Nach ein paar Minuten kam endlich ein kleiner Varioausschlag der sich als 0,1m/s integriert herausstellte. Aus diesen 0,1m/s integriert wurden nach ca. 15min 0,3m/s zu diesem Zeitpunkt meldeten meine Rückholer über Funk mehrere Flugzeuge ohne Wertung. Nach weiteren 15min. wurden aus 0,3m/s langsam 0,9m/s und schließlich 1,1m/s mein Endanflugrechner zeigt 145m plus auf Grabenstetten. Ich kurbelte noch zwei Kreise und flog ab. Auf dem Weg zum 10km Punkt lagen immer mehr Flugzeuge draußen. Am 10 km Punkt war klar, dass es für mich reichen wird, derweil kämpften meine Teamkollegen noch an der Albkante. Nach der Landung stellte sich heraus, dass bis jetzt erst sechs Flieger die Aufgabe vollenden konnten. Leider waren alle sechs Flugzeuge in der Top 10 vertreten. 15min nach meiner Landung meldeten auch „G1“ und „AN“ 10km; sie hatten es auch geschafft. Am späten Abend stellte sich heraus die Qualifikation war geschafft! Nach einer gelungen Abschlussfeier kann ich auf einen gut organisierten und spannenden Wettbewerb zurückblicken.

Danken möchte ich meinem Rückholer Georg Pfeil und meinen Teampartnern Max und Simon für diesen genialen Wettbewerb und natürlich dem Förderverein NRW für die Bereitstellung der NRW LS4 ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Dankeschön!