Blog - Discus 2c
Junioren Quali Burgdorf-Ehlershausen

1.Wertungstag

Heute war der erste Wettbewerbstag hier auf der Junioren-Quali in Burgdorf-Ehlershausen.In der Standardklasse sowie in der Clubklasse wurden etwas über 200km ausgeschrieben, was leider zu viel war, denn am Ende des Tages lagen alle Flieger sowohl aus der Club als auch aus der Standardklasse auf dem Acker. Ich kam leider nur ca. 60km weit was für mich Platz 11 von 14 bedeutete. Naja hoffen wir, dass die nächsten Tage besser werden.

Die Wertung ist unter folgendem Link zu finden:

http://www.soaringspot.com/segelfluglmj2011/results/standard/total/day1.html

 

2.Wertungstag

Heute wurden in der Standardklasse satte 390km ausgeschrieben. Mit meinem Teamkollegen entschied ich mich für einen frühen Abflug, da es so aussah als würde es überentwickeln. Der erste Schenkel lief bei uns zusammen sehr gut und wir erflogen einen Schnitt von über 90km/h. Auch der 2. Schenkel lief sehr gut, wobei wir uns trennten, da die Höhendifferenz zwischen uns beiden zu groß wurde. Ich flog nun also alleine. Der dritte Schenkel(knapp über 100km) lief auch wieder sehr gut, denn es gelang mir einen sehr guten Streifen zu finden und kaum zu kurbeln, das Resultat war ein Schnitt von 114km/h. Auf dem letzten Schenkel lief es dann allerdings nicht mehr so gut und ich „verbastelte“ mich mehrmals, sodass ich mein Wasser schmiss. Naja eine Aufheiterung war dann, dass unter mir noch ein Standardklassenflieger außenlandetete. Nachdem ich mir mühsam meine Endanflughöhe erkurbelte glitt ich in Richtung Flugplatz Grosses-Moor, passierte den Zielkreis und landete.

3. Wertungstag

Nach den 2 Racing-Tasks die letzten Tage, stand heute eine AAT-Aufgabe an. Der Abflug war in Oppershausen, dann ging es nach Arendsen (Radius 19km), dann nach Gardeleben(Radius 19km) und wieder zurück nach Burgdorf Ehlershausen. Nach einigen Startverschiebungen, ging es endlich richtig los. Laut Wetterbericht sollte gegen Ende eine Abschirmung hereinziehen und so die Thermikentwicklung einschränken, dies war auch der Grund weshalb ich mich für einen sehr frühen Abflug entschied.

Nachdem ich abgeflogen bin, lief die Strecke zunächst hervorragend, ich kam gut voran und flog den ersten Wendesektor bis ca. zur Hälfte aus. Der Blick in Richtung zweiten Wendesektor ließ jedoch böses erahnen, die Wolken sahen nicht mehr so toll aus, da sie sehr groß waren und „zerfleddert“, sodass es sehr schwierig war die Bärte zu finden. Ebenfalls ließen die Steigwerte nach(wenn überhaupt noch welche auffindbar waren) sodass ich tiefer und tiefer gelang.  Das Resultat war, dass ich mich dazu entschloss wieder zurück ins bessere Wetter zu fliegen um höher ins schlechte Wetter zu kommen (kommt davon wenn man nie mit den Steigwerten zufrieden ist…). Dies war wohl letztendlich auch der Hauptgrund meines so niedrigen Schnittes.  Nach einigen Bärten war ich wieder etwas weiter oben, was im nachhinein die Taktik des Tages war, habe ich wieder etwas bessere Bärte erwischt und konnte so nochmal meinen Schnitt wenigstens etwas steigern.

Der  Flug ist hier zu finden: http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=874423136

 

4. Wertungstag

Heute steht der letzte Wertungstag der Quali an. Als Aufgabe gab es wieder eine AAT mit den Wendegebieten um Perleberg und Gardeleben. Das Wetter ließ einiges vom Tag erwarten, jedoch sollte das Wetter nachmittags zu Überentwicklungen neigen. Kurz nachdem ich mit meinem Teampartner die Linie überquerte kam es dann auch schon zu den Überentwicklungen, es lief breit und die Steigwerte ließen nach. Das einzige was uns etwas aufheiterte war eine Wolkenstraße auf unserem Kurs, was uns ermöglichte fast ohne zu kreisen noch relativ zügig voran zu kommen. Sie endete kurz vor der Elbe und wir setzten zur Elbquerung an, „drüben“  angekommen ließen sich auch wieder einige Sonnenflecke finden, die mehr oder weniger verlässlich gingen. Wieder weiter oben angekommen trennten sich unsere Wege unbeabsichtigt, und ich flog den 2. Wendesektor an. Da es schon relativ spät war, um genau zu sein viel zu spät, kratze ich ihn nur kurz an. Wieder In Burgdorf angekommen wunderte ich mich schon warum so wenig los ist. Anscheinend hat keiner mehr mit  unserer Rückkehr gerechnet da die letzten vor mir 55 Minuten zuvor gelandet sind (oder den Motor gezogen haben), umso mehr erfreute mich der 6. Tagesplatz.

 

Alles in allem war es ein sehr schöner Wettbewerb auch wenn das Wetter nicht immer ganz so wollte wie die Piloten. Ich danke auch dem Förderverein für die Bereitstellung eines perfektem „rund-um-sorglos“ Paketes.

 

 
7. Wertungstag

Heute stand wieder eine AAT-Aufgabe mit 4 Wendesektoren an. Ich und mein Teampartner entschieden uns wieder, relativ früh zu starten, da das Wetter am Nachmittag zu Überentwicklungen neigen sollte. Nachdem wir den ersten Sektor zu 2/3 Ausgeflogen sind, verloren wir uns leider. Jedoch stand auf dem Weg zum 2.

Sektor eine traumhafte Wolkenstraße, die mich teilweise mit 3m/s integriert im Geradeausflug nach oben mitten in den nächsten Sektor hinein trug. Einige Kilometer hinter dem Ende der Wolkenstraße entschied ich mich in Richtung dem nächsten Sektor zu fliegen. Hier traf ich einen Pulk Standardklssenflieger mitdem ich eine Zeitlang zusammen flog.

NRW_Hockenheim

Nicht zuletzt weil ich meinem Teampartner die Standorte einiger guter Bärte beschrieb, holte er mich wieder ein und wir flogen zusammen weiter in den 3. Wendesektor. Auch den letzten Wendesektor reizten wir weit aus und landeten ziemlich genau nach den 3Stunden Wertungszeit, mit 307km und einem 100 km/h Schnitt. Dies bedeutete den 9. Tagesplatz, und damit Gesamtplatz  13.

Alles in allem war es mit der „NRW“ eine unvergessliche, tolle und lehrreiche Zeit, die mich fliegerisch sehr viel weiter gebracht hat. Es war einfach ein perfektes Gesamtpaket und das ist sehr viel Wert!

 
6. Wertungstag

Am 6. Tag stand eine AAT-Aufgabe an, wo es möglich war, zwischen 118km und 325 km zu fliegen. Nachdem mein Team-Partner ca. 20km hinter dem Abflug außengelandet ist, musste ich mich alleine weiter auf den Weg machen, was für mich zunächst nicht ganz einfach war, da ich das Wetter zunächst nicht gut einschätzen konnte, einerseits gab es viele Regenschauer, und man musste große Umwege in kauf nehmen, anderseits kam man jedoch auch gut voran.

So entschied ich mich den ersten Sektor bis ungefähr zur Mitte auszufliegen. Den 2. hingegen kratzte ich nur kurz an, da das Wetter auf dem Weg zum letzten Sektor wesentlich besser aussah, und nicht zuletzt, weil ich aus den Tagen zuvor das Gebiet, indem ich dann geflogen bin gut kannte, und so bereits einige gute Bärte kannte, was mir half schneller weiterzukommen-im nachhinein jedoch zu schnell- denn ich konnte aufgrund von Regenschauern den letzten Sektor nicht so weit ausfliegen und landete so 11 Minuten zu früh. Am Tagesende standen 177km auf dem Zähler, was den 7.Platz bedeutete

 
5. Wertungstag

Am 5. Wertungstag wurde uns eine Strecke von knapp 400km vorgegeben, erst westlich an Stuttgart vorbei durch den Schwarzwald mit Titisee als Wende, dann in Richtung Osten und zurück über Musbach durch den Schwarzwald nach Hockenheim. Auch hier lief es anfangs trotz der sehr niedrigen Basis im Schwarzwald sehr gut. Auf dem Schenkel in Richrung Osten sah ich schon die ersten auf dem Acker liegen. Als Ziel habe ich mir nun gesetzt nicht außenzulanden, was aber leider nicht geklappt hat, denn ich bin in Rottweil auf dem Flugplatz gelandet. Da keine Wiederstartmöglichkeit für Segelflugzeuge gab,mussten sich meine Rückholer leider schon wieder auf eine sehr lange Rückholstrecke begeben. Abends mussten wir dann feststellen, dass am Ende nahezu die ganze Standardklasse außengelandet war.
Abends ging es dann, nachdem wir um 1 von der Rückholtour wieder kamen aufs Bergfest.
Die Wertung gibts hier: Gesamtwertung.
 
4. Wertungstag

Heute war ein 400km Viereck um Stuttgart ausgeschrieben.Angesagt war Blauthermik, es bildeten sich aber 1-2/8 Cumuluis in ca. 2000m. Die Steigwerte waren auch Okay, und ich erflog über den ersten Schenkel auch einen ganz ordentlichen Schnitt. Jedoch verbastelte ich mich auf dem 2. Schenkel der über die Alb ging. Ich verbastelte mich wieder im blauen und kam immer tiefer und musste leider wieder auf einem Acker landen, der ca. 250km von Hockenheim weg war.
Und hier die Gesamtwertung!
 
3.Wertungstag

Nachdem der Flieger getankt und in die Startaufstellung gebracht war, wurde bereits angekündigt, dass das Wetter heute nicht sehr einfach sei, es wurde uns eine AAT-Aufgabe mit 2 Wendesektoren gegeben. Nur kurz nach den Schlepps der Clubklasse und den 18-Metern Fliegern, war zu beobachten, dass die ersten wieder auf dem Flugplatz landeten oder den Motor zogen. Nachdem der Abflug für die Clubklasse frei war, lagen nach weniger als einer stunde schon die ersten Flieger ca. 10km entfernt auf dem Acker.
Aufgrund des schlechten Wetters entschied sich die Wettbewerbsleitung dafür, die 15m Klasse und die Standard Klasse zu neutralisieren.
 
2. Wertungstag

Nach der Außenlandeerfarung gestern, habe ich mir heute morgen als Ziel gesetzt nicht außenzulanden und eher passiv zu fliegen. Heute bin ich sehr zügig abgeflogen, da ich der Meinung war, dass die Aufgabe sonst zeitlich nicht bis Thermikende machbar sei. Nach den ersten 2 Bärten traf ich einen Pulk Standardklssenflieger, mit dem ich die nächsten 200km der 299 ausgeschriebenen Kilometer zusammen flog. Wir kurbelten kaum, und flogen den ersten Schenkel fast nur unter Wolkenstraßen her. Dies war beim 2.Schenkel nicht mehr so. Hier mussten wir in mehreren eher schwachen, schwer auffindbaren bärten kurbeln, um mal wiede einen besseren zu finden, der uns dann auch mal mit mehr als 2m/s hoch brachte. Leider verschätzte ich mich mit meinem Endanflug und kurbelte , warum auch immer, mit ca 1,5m/s bis 600m Plus auf Hockenheim, was mir sehr viel Zeit kostete und damit auch Plätze.
Heute wurde ich dann 10., wobei noch nicht alle Logger abgegeben wurden.
Die Gesamtwerung ist unter folgendem Link zu finden: Gesamtwertung
 
1.Wertungstag in Hockenheim
Nach einigen kleinen Erkundungstouren die letzten 2 Tage in den Odenwald, war heute der erste Wertungstag. Nachdem ich den Abflug leider in den Sand gesetzt habe, und erneut abgeflogen bin, war der Pulk der Standardklassenflieger ca. 10km vor mir. Nach dem Abflug ging es mit über 3 m/s an der Odenwaldkante hoch. Ich war begeistert.Ich hörte wie die anderen im Funk teilweise mit unter 2m/s kurbelten und sah es als Chance auf den Pulk aufzuholen. Nun gab ich gas, und versuchte nicht unter 2,5m/s zu kurbeln, was mir leider zum Verhängnis wurde, denn nach einiger Bastelei lag ich auf einem Acker, 5km vor dem Flugplatz Unterschuepf.

Das Resultat war leider nur ein 13. Platz, also noch ausbaufähig.

 

Tobias Karrasch

 
GrandPrix Chile 2011 - Alles hat ein Ende

Ein Abschlussbericht:

Nun, da alles fast vorbei ist und wir nur noch den Container laden und heimfliegen, ist es an der Zeit ein Resume zu ziehen.

Es waren knapp 30 Flüge, >100 Stunden, >1000 Fotos und weitaus mehr Erfahrungen, die ich hier in Chile gemacht habe.
Es waren eigentlich immer gute und nur selten hatte man keinen Spaß. Es fängt an mit den unglaublich schönen Bergen Chiles und ganz besonders den Flug zum Aconcagua.
Es geht weiter mit schnellen Schnitten, großes Strecken und starken Bärten.
Probleme lagen auf der Hand und wurden sehr emotional von mir hier breitgetreten, - das gehört nun auch einmal dazu, dass nicht immer alles so läuft wie es soll.



Ich denke, ich spreche nicht nur für mich das ich gerne wiederkommen würde und hoffentlich auch werde. Chile ist vermutlich immer eine Reise wert und vorallem in unserem Winter eine gute Alternative zu unseren kalten Temperaturen.
Wir haben neue Kontakte geknüpft und Freundschaften sind entstanden. Wir lernten die Kultur kennen und mussten immer wieder feststellen, das obwohl man fast am anderen Ende der Welt ist, die Unterschiede maginal sind.

Wir werden Chile unterm Strich immer in allerbester Erinnerung behalten und schauen nun schon auf eine sehr schöne Zeit zurück und wissen noch nicht, was uns daheim in Deutschland wieder erwartet.

Ich hoffe meine Berichte und Fotos haben euch gefallen und ihr nehmt es mir nicht zu übel, dass ich manchmal auch schlechtes zu berichten hatte.

Jetzt sind es dann noch 2 Wochen Kaserne und dann bin ich nunmehr ein normaler Mensch, der arbeiten muss...

Auf bald in Deutschland

Marcel

 
7. GP Tag - Chile

Auch am 7. Tag des GP war die Aufgabe wieder sehr miserabel gelegt.
Man muss dazu sagen, dass die Wettervorhersage hier in Südamerika eigentlich zu vernachlässigen ist, da die Modelle einfach quatsch sind.

Dann aber eine Aufgabe mal wieder soweit in den schlechten Süden zu legen, ist ein paradebeispiel der Aufgabenentwickler.
Wenn 8 von 12 Piloten es nicht schaffen die Aufgabe zu vollenden, ist meiner Meinung nach gehörig was falsch gelaufen.

Ich war immer der Annahme, dass der GP ein Wettbewerb für Zuschauer ist, mit hohen Geschwindigkeiten und spannenden Rennen.
Das dies aber eher ein Kilometer Wettbewerb mit vielen Aussenlandungen und langsamen Schnitten wird, das haette ich nicht erwartet.

Bei schwachem Wetter ist es hier in Chile nicht ganz einfach.
Man kann leicht unter die Inversion kommen und dann ist man fast "tot" und des weitereren kann man bei schwachem Wetter auch in Schwierigkeiten geraten, sobald man achtern muss.
Gerade in der Standardklasse ist dies heftig, da man 40 Prozent steigt und etwa 60 Prozent ausserhalb des Hanges sinkt...
Mit einer Wölbklappe ist das alles feiner und schöner und man schafft es leichter und enger am Hang zu Steigen.

Zudem wenn man hier im Wettbewerb mit den Lokalmatadoren mithalten kann und nicht gezwungener Maßen sein eigenes Ding machen muss, dann kann man durchaus auch Punkte holen.
Insofern man nämlich ganz vorne Mist baut, wird man immer von den Chilenen aufgesammelt und kann sich wieder dranhängen.

Ich hoffe, dass Morgen noch einmal eine leichte und für alle machbare Task ansteht. Ich möchte Chile nämlich in guter Erinnerung behalten, da dies einfach ein unglaublich schöner Ort zum Fliegen sein kann.

Chile ist so unglaublich vielseitig.

Das Land, die Leute, das Wetter und auch der Club.
Die Berge hier sind zwar nicht einfach zu verstehen, da alles eher pulsiert als strömt und mit Wölbklappenflugzeugen kommt man hier auch leichter zurecht als ohne, aber alles in allem ist das Fliegen hier atemberaubend.

Das Tasksetting hier war grausam und die Vorhersagen auch, aber die Berge KÖNNEN eine unglaubliche Energie entwickeln und die Erlebnisse hier sind einfach nur traumhaft.

Ich wünsche mir einen schönen Abschluss und ich werde auf jeden Fall einmal wiederkommen.

Gute Nacht

Marcel
 
6. GP Tag - Da ist der Wurm drin

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll.

Welch ein miserabler Flug...

Es fing schon damit an das ich den ersten sehr sehr wichtigen Bart an den Lagunas nicht getroffen habe, da die Blase schon verschwunden war und ich damit eine viertel Stunde warten durfte bis die Nächste kam.

Was dann passierte war auch wieder typisch. Man versucht wenn man hintendran hängt immer das verpasste aufzuholen und das funktioniert einfach nicht immer. Manche Hänge sind hier einfach so unzuverlässig, das man manchmal an einer Stelle 5m hat und manchmal aber auch nur einen meter trifft.

Die Ankunftshöhe am Berg ist auch nicht sicher. Manchmal geht es von unten raus manchmal aber auch einfach nicht.

Die Aufgabe hatte heute 2 Wendepunkte tief im Gebirge und da es bei mir einfach wieder nicht lief musste ich beide Male aussen rum.
Das kostet Zeit und lässt einen bei solchen Aufgaben alt aussehen.
Ich musste um 18Uhr noch 180km fliegen und das ist hier einfach nicht möglich..

Nunja morgen mal sehen, wie es weiter läuft. Auf jeden Fall macht es langsam keinen Spaß mehr wenn man immer so auf die Schnauze damit fällt.

Auf bald morgen ist ein neuer Tag:P

Gruß Marcel
 
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