Josh fliegt über 3.500 km und knackt seinen persönlichen Rekord

Josh fliegt über 3.500 km und knackt seinen persönlichen Rekord

Bericht und Bilder von Josh Jarosh

Dieses Jahr habe ich vom Förderverein für Leistungssegelflug e.V. die Möglichkeit erhalten, nicht wie sonst auf einen zentralen Wettbewerb zufahren, sondern einfach mal dezentral ein paar Punkte zu sammeln.

Dafür habe ich die NW1 über zwei Zeiträume zur Verfügung gestellt bekommen. Der erste war zehn Tage lang Mitte Mai und der zweite ging über drei Wochen im Juni. Hier kommt ihr zu meinen Flügen.

Direkt am Anfang des Ersten Zeitraumes bahnte sich eine Reihe guter Tage an. Es sollte am Sonntag den 12.05 los gehen und über 3 – 4 Tage anhalten. Also habe ich für die Tage erstmal bei meinem Arbeitgeber Urlaub eingereicht und mich um die passenden Startmöglichkeiten gekümmert. So konnte ich dann am 12.05 in Radevormwald starten und bin direkt mit dem ersten Flug 507 km geflogen. Am zweiten Tag ging es dann auf Grund fehlender Startmöglichkeit in Rade nach Menden-Barge. Allerdings war das Wetter doch deutlich besser vorhergesagt als es letztendlich war, sodass wir uns mit 250 km in Blauthermik zufriedengeben mussten. Dafür wurde an diesem Tag die Wettervorhersage für den Folgetag von Stunde zu Stunde besser, was mich sehr optimistisch stimmte. Und so war es dann auch: Am 14.05 bin ich dann von Radevormwald gestartet und 650km in 7 Stunden 40 Minuten geflogen.

Der zweite Zeitraum begann am 08.06. mit 35km/h Wind aus 215 Grad, was mich zu der Entscheidung gebracht hat, zur Porta Westfalica zufahren. Von dort aus gelang es mir zum ersten Mal die Porta und den Ith voll auszufliegen und damit 537km mit einem 113 km/h Schnitt zu fliegen.

Auf diesen schönen, schnellen Tag folgte eine Woche mit nicht besonders herausragendem Wetter, bis dann am Montag den 17.06. alle Zeichen auf einen langen, guten Thermiktag hindeuteten. Also fix Urlaub eingereicht, einen Schlepppiloten organisiert und los ging es!

Gestartet bin ich um 10:45 Uhr lokal, was nicht ganz einfach war, weil die Thermik in den ersten 2 Stunden nicht stärker als 1,4 m/s war. In dieser Zeit bin ich von Rade bis kurz vor Kassel geflogen. Als dort die Basis dann aber stark abgesunken ist, habe ich mich dazu entschieden, umzudrehen und den zweiten Schenkel Richtung Trier zu legen. Das war definitiv eine gute Entscheidung, weil die Steigwerte und die Basishöhe von Kilometer zu Kilometer besser wurden. Von Trier aus ging es dann Richtung Aachen, was im Geradeausflug gut zu lösen war. Damit hatte ich um 16:50 Uhr die 500km voll und die Hoffnung die lang ersehnten 750km zu knacken wurde immer größer. Von Aachen ging es dann Richtung Rade, um das Dreieck zu schließen und die Strecke noch Richtung Sauerland zu verlängern. Doch dieser Plan wurde fast von drei nicht funktionierenden Kraftwerken und einem größtenteils blauen Korridors durchkreuzt, so dass ich mich über Langenfeld in 1000m NN wiederfand. Mit viel Geduld und Schweiß ging es dann mit einem 0,7 m/s Aufwind wieder nach oben, so dass ich dann das Dreieck schließen konnte und nochmal bei guter Optik bis Meschede verlängern konnte. Um 19:50 lokal bin ich dann mit einer Strecke von 760km in Rade gelandet – Mein bisher größter und längster Flug!

Vielen dank an den Förderverein für Leistungssegelflug NRW e.V., dass mir dieses Flugzeug für diese großartigen Erfahrungen zur Verfügung gestellt wurde.

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